1. So fing alles an

Irgendwann im Sommer
als ich wieder mal mein gutes altes Woodstock T-shirt anhatte und ein älterer Herr neben mir an der Ampel seiner Enkelin erklärte, was es mit Woodstock so auf sich hat und mir dabei zulächelte, runde Nickelbrille, langes weißes Haar, fragte ich mich, wie John Lennon wohl heute aussehen würde. Zuhause googelte ich gleich und stellte fest, John wäre heuer 80 geworden und am 8. Dezember vor 40 Jahren wurde er ermordet. Wie viel hätte er noch für eine bessere Welt getan, in diesen 40 Jahren? Scheint nicht trotzdem auch heute noch immer ein kleines bisschen John auf, wenn unsere Generation mit den Enkeln auf die Straße geht?

Ich stelle mir vor, dass sehr viele Menschen, die am 8. Dezember wieder um John trauern werden, vielleicht auch gerne ein Zeichen setzen würden: You shine on! Und da ich mich seit über einem Jahr im Fair Fashion Forum München https://fair-fashion-forum.de/ engagiere, denke ich an eine Up-cycling Aktion:

Eine Trauergemeinde in schwarz, warum nicht in den alten Klamotten, die schon kurz vor der Entsorgung stehen, lässt Johns Geist wiederaufleben:

Kommt in schwarz, geht mit John!

Nein, kein Stühlerücken, digitale Drucktechnik könnte uns erleben lassen, wie John Druckreihe für Druckreihe auf dem alten Anzug wieder aufersteht, der dann zuhause sicher zurück in die erste Reihe der Lieblingsstücke rücken kann. Instant Karma ein, we all shine on!

Natürlich müsste diese Aktion einem guten Zweck dienen, das sind wir John schuldig und was wäre wohl mehr in Johns Sinne als mit dieser Aktion Münchner Musiker zu unterstützen, denen gerade jede Lebensgrundlage entzogen wird? Aber wie? Ich kann ja schlecht jedem der vermutlich 4-500 freischaffenden Münchner Musiker per Post ein paar Euro schicken.

Ich habe mir mal die Fotos von John damals und wie er heute aussehen könnte auf den Desktop kopiert…

Foto s.b-k